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Einfach erklärt

Was passiert mit Ihren Blutstropfen?

Für alle sechs Tests geben Sie ein paar Tropfen Blut auf eine Trockenblutkarte. Im Labor wird darin nach unterschiedlichen Dingen gesucht. Hier steht in einfachen Worten, was gemessen wird und wofür das gut ist.

Vier Begriffe, die Sie gleich wiederfinden

Ein Bild hilft: Ihr Erbgut als Kochbuch.

  • Gene

    = die Rezepte

    Ihr Erbgut ist wie ein Kochbuch, jedes Gen ein Rezept darin. Sie haben es von Geburt an. Die Rezepte bleiben ein Leben lang gleich.

  • Epigenetik

    = die Klebezettel

    Markierungen an den Genen, wie Klebezettel im Kochbuch. Sie bestimmen mit, welche Rezepte oft und welche selten gekocht werden, und können sich mit Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress verändern.

  • microRNA

    = die Stopp-Zettel

    Winzige RNA-Schnipsel. Wird ein Rezept für die Küche abgeschrieben, können sie die Abschrift abfangen. Dann wird weniger davon gekocht. Ein Teil davon findet sich im Blut. Ihr Muster gibt Hinweise, welche Abläufe gerade aktiv sind.

  • Telomere

    = die Schnürsenkel-Kappen

    Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, ähnlich wie die Plastikkappen an Schnürsenkeln. In den meisten Körperzellen werden sie im Lauf des Lebens nach und nach kürzer.

Was im Labor mit Ihrer Karte passiert

  1. 1

    Herauslösen

    Aus dem getrockneten Blut werden die gesuchten Bausteine gelöst: Erbgut oder microRNAs.

  2. 2

    Messen

    Spezielle Verfahren bestimmen, wie viel davon da ist, wie stark bestimmte Stellen markiert sind oder welche Genvariante Sie tragen.

  3. 3

    Einordnen

    Das Labor vergleicht Ihre Werte mit denen anderer Menschen (einer Vergleichsgruppe). Sie sehen das Ergebnis als Ampel, in Prozent oder in Jahren.

Übliche Blutwerte wie Blutzucker oder Cholesterin werden dabei nicht gemessen.

Die sechs Tests, einfach erklärt

Was gemacht wird und wofür das wichtig ist

01Telomerlänge + 3 epigenetische Marker

Healthy Aging

In welchem Zustand arbeitet meine zelluläre Regulation?

Der Test berechnet für vier Messwerte je ein biologisches Alter. Das sind Rechenwerte, die Hinweise geben.

Was wird gemacht?

Das Labor bestimmt vier Werte aus Ihrem Blut: die Länge der Telomere, Markierungen, die mit dem Älterwerden zu tun haben, eine Markierung rund um Entzündung und eine, die mit dem Schutz des Erbguts zu tun hat.

Für jeden Wert wird ein biologisches Alter berechnet (ein Rechenwert, kein echtes Alter) und mit Ihrem Alter laut Geburtsdatum verglichen. Aus Ihren Antworten im Fragebogen entsteht dazu ein Lebensstil-Radar mit 11 Faktoren.

Wofür ist das wichtig?

  • Sie sehen, welcher der vier Werte günstiger und welcher ungünstiger ausfällt.
  • Das Lebensstil-Radar zeigt, wo Sie im Alltag ansetzen können.
  • Mit einer zweiten Messung sehen Sie den Verlauf.

Gut zu wissen: Ein einzelner Wert sagt wenig. Die Telomer-Messung schwankt zwischen Messdurchgängen. Die vier Bereiche können unterschiedlich ausfallen. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme und sagt nicht voraus, wie alt Sie werden.

Ergebnis: Alter je MarkerOhne GenanalyseZum Test

023 microRNAs

Biologische Altersuhr Kompakter Einstieg

Wie verhält sich mein biologisches zu meinem kalendarischen Alter?

Aus drei microRNAs im Blut wird eine Schätzung Ihres biologischen Alters berechnet.

Was wird gemacht?

Das Labor misst drei microRNAs im Blut. Sie werden in Studien mit Entzündung, Zellalterung und Stoffwechsel in Verbindung gebracht. Eine vierte microRNA dient als Maßstab, damit die Werte vergleichbar sind.

Daraus wird ein biologisches Alter berechnet und neben Ihr Kalenderalter gestellt, also Ihr Alter laut Geburtsdatum. Sie sehen die Abweichung in Jahren.

Wofür ist das wichtig?

  • Ein kompakter Einstieg ins Thema biologisches Alter.
  • Sie erhalten einen Ausgangswert für spätere Vergleiche.
  • Zwei Messungen zeigen, ob sich der Wert bewegt.

Gut zu wissen: Das Rechenmodell ist bisher nur in einer Pilotstudie mit 539 Personen geprüft. Dort lag es im Mittel rund 10 Jahre daneben. Eine einzelne Zahl ist deshalb keine Altersbestimmung. Mehr sagt der Verlauf, aber auch dort können kleine Änderungen Zufall sein.

Ergebnis: Abweichung in JahrenOhne GenanalyseZum Test

03Telomerlänge, qPCR

Telomer-Analyse

Wie steht es um die Schutzkappen meiner Chromosomen?

Gemessen wird, wie lang die Schutzkappen an den Enden Ihrer Chromosomen sind.

Was wird gemacht?

Ihr Erbgut ist in Chromosomen verpackt. An deren Enden sitzen die Telomere. Sie schützen die Erbinformation. In den meisten Körperzellen werden sie im Lauf des Lebens nach und nach kürzer.

Das Labor nutzt qPCR, eine Art Kopierverfahren: Erbgut-Stücke werden immer wieder verdoppelt. So lässt sich vergleichen, wie viel Telomer-Erbgut im Verhältnis zu einem Vergleichs-Gen in der Probe steckt. Mehr davon heißt: im Durchschnitt längere Telomere.

Wofür ist das wichtig?

  • Im Durchschnitt haben ältere Menschen kürzere Telomere. Die Länge gilt deshalb als ein Baustein des Älterwerdens.
  • Sie erhalten einen Ausgangswert, mit dem spätere Messungen verglichen werden.
  • Die Telomerlänge ist auch Teil von Healthy Aging.

Gut zu wissen: Diese Messung schwankt zwischen Messdurchgängen und Laboren, aus Trockenblut stärker als aus Blut aus der Armvene. Ein einzelner Wert sagt deshalb wenig. Mehr sagt der Verlauf, aber auch dort können kleine Unterschiede Zufall sein.

Ergebnis: Prozent und Telomer-AlterOhne GenanalyseZum Test

046 microRNAs

Stress Monitor

Wie gut reguliert mein Körper Stress?

Gemessen wird nicht, wie gestresst Sie sich fühlen. Sechs microRNAs im Blut geben Hinweise, wie Ihr Körper auf Belastung reagiert.

Was wird gemacht?

Das Labor misst sechs microRNAs im Blut. Sie sind an der Steuerung der Stressantwort in Ihren Zellen beteiligt.

Ihr Muster wird mit einer Vergleichsgruppe abgeglichen. Sie erhalten unter anderem ein Stresslevel für akute und eines für länger anhaltende, also chronische Belastung.

Wofür ist das wichtig?

  • Sie erhalten Hinweise, ob eher kurzfristige oder anhaltende Belastung im Vordergrund steht.
  • Sie können die Werte neben Ihr eigenes Empfinden legen. Weichen beide stark ab, kann ein Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt helfen.
  • Eine zweite Messung zeigt den Verlauf, zum Beispiel nach Änderungen im Alltag.

Gut zu wissen: Der Test stellt keine Diagnose und ist dafür auch nicht geprüft. Für microRNAs als Stressmarker gibt es keine allgemein anerkannten Grenzwerte. Die Ampel beruht auf Vergleichswerten des Labors. Wenn Sie sich dauerhaft stark belastet fühlen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ergebnis: Ampel für akuten und chronischen StressOhne GenanalyseZum Test

054 epigenetische + 21 genetische Parameter

Metabolic Health Umfangreichstes Panel

Wie ist mein Stoffwechsel angelegt, und was davon lässt sich beeinflussen?

Der Test schaut auf zwei Ebenen: angeborene Genvarianten und Marker, die sich verändern können.

Was wird gemacht?

Das Labor schaut auf zwei Ebenen. Erstens auf 21 Genvarianten, die Sie seit Ihrer Geburt tragen, zum Beispiel für die Verwertung von Fetten, Kohlenhydraten und Vitaminen.

Zweitens auf vier Marker, die sich verändern können: zwei Markierungen am Erbgut und zwei microRNAs, rund um Entzündung und den Schutz des Erbguts.

Heraus kommen Ihr Stoffwechseltyp (Metabotyp), Ihr Sporttyp und 17 Auswertungen. Sie beschreiben Ihre Veranlagung rund um Gewicht, Blutzucker, Essverhalten, Vitamine, Fette, Salz und Haut. Ihren Blutzucker oder Ihre Blutfette misst der Test nicht.

Wofür ist das wichtig?

  • Sie sehen getrennt, welche Werte angeboren sind und welche sich verändern können. Gene allein bestimmen Ihr Gewicht nicht.
  • Sie bekommen Ihren Stoffwechseltyp und Auswertungen als Grundlage für ein Gespräch über Ihre Ernährung.
  • Bei einer zweiten Messung zählen nur die vier epigenetischen Marker. Ihre Gene ändern sich nicht.

Gut zu wissen: Enthält eine genetische Analyse. Vor der Probenahme sind Aufklärung und Ihre schriftliche Einwilligung nach dem Gendiagnostikgesetz nötig. Studien zeigen bisher keinen Vorteil einer Ernährung nach Genen gegenüber guter allgemeiner Ernährungsberatung. Entscheidend ist, was Sie im Alltag umsetzen.

Ergebnis: Stoffwechseltyp und Ampel 1 bis 9Mit Genanalyse · GenDGZum Test

068 microRNAs + 4 Genvarianten

Healthy Sport

Was zeigt mein Blut über Ernährung, Regeneration und Leistung?

Der Test gibt Hinweise, wie Ihr Körper gerade mit Training, Erholung und Ernährung zurechtkommt.

Was wird gemacht?

Das Labor misst acht microRNAs, die mit Ernährung, Erholung, Entzündung, Muskeln und Ausdauer in Verbindung gebracht werden. Sie können sich mit Training und Lebensstil ändern und geben Hinweise auf Ihren Zustand am Tag der Probe.

Dazu kommen vier Genvarianten. Sie beschreiben angeborene Anlagen, etwa ob Sie eher zum Kraft- oder zum Ausdauertyp neigen. Das ist eine grobe Einordnung und sagt nicht, welcher Sport für Sie richtig ist. Heraus kommen sieben Auswertungen, Ihr Sporttyp und ein Gesamtwert in Prozent.

Wofür ist das wichtig?

  • Sie erhalten Hinweise, ob Belastung und Erholung zusammenpassen.
  • Ihr Sporttyp gibt einen groben Hinweis auf Ihre angeborene Veranlagung.
  • Bei einer zweiten Messung sehen Sie den Verlauf der acht microRNAs.

Gut zu wissen: Enthält eine genetische Analyse. Vor der Probenahme sind Aufklärung und Ihre schriftliche Einwilligung nach dem Gendiagnostikgesetz nötig. Übliche Blutwerte wie beim Hausarzt werden nicht gemessen. Der Test ersetzt keine sportmedizinische Untersuchung und keinen Leistungstest.

Ergebnis: Ampel und ScoreMit Genanalyse · GenDGZum Test

So lesen Sie die Zahlen in Ihrem Befund

Drei Zahlenarten, je nach Test

Ampel 1 bis 9

Rot: ungünstig. Gelb: mittel. Grün: günstig. Die Farbe ist die Einordnung des Labors für den jeweiligen Wert, nicht die Höhe der Zahl. Beim Stress Monitor steht eine niedrige Zahl für wenig Belastung. Grün heißt immer günstig. Rot heißt nicht krank, sondern: Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Stress MonitorMetabolic HealthHealthy Sport

Prozent

Ihr Wert im Vergleich zu einer Vergleichsgruppe. 100 % entspricht dem erwarteten Wert. Darunter heißt kürzer oder niedriger, darüber länger oder höher. Der Gesamtwert bei Healthy Sport hat eine eigene Skala von 0 bis 100 %.

Healthy AgingTelomer-Analyse

Eine Messung oder zwei

Der Verlauf zählt.

Epigenetische Marker und microRNAs können sich durch Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress verändern. Mit einer zweiten Messung sehen Sie den Verlauf. Messen Sie beide Male unter ähnlichen Bedingungen, zum Beispiel nicht während eines Infekts. Kleine Unterschiede können auch Messschwankungen sein. Genvarianten sind angeboren und bleiben lebenslang gleich.

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